MOSAMBIK: DRINGENDER HILFERUF nach der Zyklon-Katastrophe

Vom Leiter des LUTMIS-Projekts in Mosambik, Missionar Carlos Walter Winterle, ist der folgende Hilferuf eingelangt:

Liebe Missionsfreunde!

Der Katastrophentag hat Mosambik getroffen! 90 % der Stadt Beira ist zerstört. Die meisten Häuser sind ohne Dach, weil sie vom Zyklon IDAI in der zweiten Märzwoche abgerissen wurden. Dachbleche flogen herum und schnitten Menschen den Kopf ab. Bisher wurden mehr als 200 Leichen gefunden, aber es wird befürchtet, dass allein in Zentralmosambik mit den Städten Beira und Chimoio mehr als 1.000 Menschen umgekommen sind. Gerade hier ist unsere Lutherische Kirche - die ICCM - sehr aktiv. Der Wirbelsturm hatte auch die Nachbarländer Malawi und Simbabwe erfasst. Die Kirche in Beira aus Pappe und schwarzem Kunststoff, wurde mehrmals überflutet und jetzt hat der Zyklon alle zerstört.

Das Dach des Hauses, in dem der Evangelist Chadreck lebt, der für die Jesus-Erlöser-Gemeinde verantwortlich ist, und das auch als Raum für Gottesdienst, Unterricht und Begegnung dient, wurde abgedeckt, und Chadreck und seine Frau und zwei Kinder haben nun keinen Platz mehr, wo sie geschützt wohnen und schlafen können.

Die starken Regenfälle, die diese Region schon vor dem Zyklon verwüstet hatten und auch die Region Sena betroffen hatten, in der sich unser Kirchenhauptquartier und das Ausbildungszentrum befinden, haben die Pflanzen auf den Feldern zerstört. Nach Informationen der Geschwister in Mosambik ist dies in diesem Jahr das vierte Mal, dass sie gesät haben, aber Stürme und Überschwemmungen lassen den Mais und andere Kulturen nicht reifen. Die Gefahr des Hungers ist in diesem Jahr sehr groß.

Die Kommunikation wurde unterbrochen, weil die Sendemasten zerstört sind, und ich erhalte jetzt selten eine Nachricht von Bruder Abel oder Bruder António. Andere Kontakte sind jetzt noch verstummt.

Ich hatte geplant, Ende April/Anfang Mai dorthin zu fahren, um einen weiteren Abschnitt des theologischen Ausbildungsprogramms zu leiten; aber vorerst haben wir die Pläne abgesagt, weil der Flughafen geschlossen ist und die Straßen und Brücken zerstört wurden. Darüber hinaus wird bereits gewarnt vor der Gefahr von Epidemien, wenn der Wasserstand sinkt.

 

Inmitten der Katastrophe verlieren die Geschwister nicht den Glauben, sondern vertrauen auf den Herrn und Erlöser und warten auf die Hilfe der Glaubensgeschwister.

Psalm 57,2 drückt sehr gut die Situation der Katastrophe, welche die Schwestern und Brüder durchmachen, und den Glauben, den sie haben, aus: "Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe."

AUFRUF:

Bitte  dringend  um Spenden an das Konto der

Lutherischen Missionsgesellschaft in Österreich (LUTMIS):

IBAN: AT95 3200 0000 0747 9207

BIC: RLNWATWW

Verwendungszweck: "MOSAMBIK-HILFE"


Alle Spenden werden von Pastor Carlos Winterle in enger Absprache mit den Verantwortlichen unserer Partnerkirche in Mosambik umgehend und ohne jeden Abzug eingesetzt.