Gemeindeaufbau und Pastorenausbildung, Mosambik
Noch 2015 zählte die Lutherische Christliche Concordia‑Kirche (ICCM) lediglich 10 Gemeinden mit rund 1.000 Mitgliedern. Vier Jahre später waren es bereits 80 Gemeinden mit etwa 8.000 Gliedern. Die Statistik von 2021 zeigt ein geradezu überwältigendes Wachstum: 120 Gemeinden mit 43.974 Mitgliedern.
„Die Mission Gottes in Mosambik überrascht uns jeden Tag“, berichtet Missionskoordinator Pfarrer Walter Winterle vor ein paar Jahren voller Staunen. Er beschreibt dieses erstaunliche Aufblühen so: „Gott selbst handelt durch sein Wort und das Wirken des Heiligen Geistes im Zeugnis jedes mosambikanischen Christen. Er sammelt sein Volk unter Bäumen, in Gottesdiensten unter freiem Himmel, in einfachen Lehm‑Baracken und in gemauerten Kirchen.“
Trotz dieser Segensgeschichte steht die Mission in Mosambik vor zwei zentralen Nöten: Es fehlt an ausgebildeten Pastoren und theologischer Infrastruktur, sodass die schnell wachsenden Gemeinden kaum ausreichend begleitet werden können. Gleichzeitig bestehen große praktische und geistliche Herausforderungen, von Mobilität über Materialmangel bis hin zu spürbarem geistlichem Widerstand, die die Arbeit stark belasten.
Nach der Pensionierung von Pfarrer Winterle übernahm Pastor Airton Schröder die Koordination. Wir können dem HERRN nur danken. Zugleich will LUTMIS nach Kräften mithelfen, dass dieser missionarische Aufbruch weitergeht – durch unsere Gebete und durch unsere Gaben. Mögen noch viele Menschen in Mosambik mit der rettenden Botschaft des Evangeliums erreicht werden.
