Philippinen

Trotz der starken Präsenz der römisch katholischen Kirche sind viele Filippinos bisher nicht mit dem Wort Gottes konfrontiert worden. LUTMIS unterstützt kleine, lebendige Gemeinden im Norden, die innerhalb des Landes das Evangelium aktiv verkünden.

Pastor Radito Pelobello ist unser direkter Kontaktmann. Er leitet die Gemeinde in Talisay, einem ca. 1000-Einwohner zählenden Dorf. Talisay liegt an der Südküste von Luzon in der Provinz Batangas, ca. 3 Busstunden von der Hauptstadt Manila entfernt.

Getragen von einigen Großfamilien, die seit der Gemeindegründung im Jahre 1967 den Kern der Gemeinde in Talisay bilden, finden in einem kleinen Kirchengebäude wöchentliche Gottesdienste, Bibelstunden, Kinderbibelstunden, etc. statt. Viele der Gemeindemitglieder sind Fischer, deren Häuser in der Regenzeit regelmäßig überschwemmt werden. In dieser Zeit fällt außerdem der Verdienst durch die Fischerei aus. Medikamente und medizinische Versorgung sind teuer und können nur von Wohlhabenden in Anspruch genommen werden. Trotzdem wird die Gemeinde von Gottes Segen getragen.

Obwohl die Filipinos sehr spirituelle Menschen sind (Gespräche mit Leuten auf der Straße über die Bibel sind, wie oft hierzulande, kein Tabu), der Katholizismus das Land über Jahrhunderte prägt, können Sie sich der Verweltlichung nicht erwehren. Glaubensverlust durch unzureichende geistliche Betreuung, mehr Brauchtum als gelebter innere Überzeugung und zuletzt Machtstreben, Ignoranz und Armut sind nach Ansicht Radito Pelobellos immer größere Hürden im geistlichen Leben eines Filipinos. In diese geistliche Nische treten auch viele Sekten.

Pastor Pellobello beim Gottesdienst

Das Pastorendasein ist alles andere als ein lukratives Unterfangen, da die oft selbst mittellosen Gemeindemitglieder den Unterhalt ihres Pastors und deren Familie mitfinanzieren müssen. Glaube und tiefe Überzeugung von der Wahrheit des Evangeliums führen einige Pastoren doch zum Dienst. Leider sind es nicht genug, um alle Gemeinden ausreichend zu betreuen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz zeigt Pastor Pelobello großen missionarischen Eifer in und außerhalb seiner eigenen Gemeinde. Er betreut zwei missionarische Außenstellen in Corral ni Bacal und Tagbaking. Corral ni Bacal ist ca. eine Gehstunde von Talisay entfernt und ist ein Dorf mit ca. 200 Familien, die der Feldarbeit nachgehen. Tagbaking ist ein kleines, abgelegenes Fischerdorf am Vulkansee Taal, ca. eineinhalb Busstunden von Talisay entfernt. Die Menschen dort sind nach Pelopello’s Worten hungrig nach dem Wort. Mit Hilfe von Bibelwochen in den Schulferien und durch Bibeltraining von jungen Erwachsenen will Pastor Pelobello weiteren Anschluss an die jeweiligen Dorfgemeinschaften knüpfen. LUTMIS bittet um Gebet und Mithilfe in diesem Unterfangen.


Die Missionstation in Corral di Bacal

In Talisay startete Radito Pelobello im März 2007 mit dem Kindergarten-Schul-Projekt, eine christliche Früherziehung für ca. 30 bis 40 fünf- bis sechsjährige Kinder. Er schreibt: „Das Ziel der Schule ist es, ein sichtbares Leuchtfeuer der Liebe Gottes für die Kinder und für die Eltern zu sein“.


Erzählen von biblischen Geschichten in der Kindergarten-Schule

Unter ärztlicher Beratung kam es in den Gemeinden von Pastor Pelobello zur Verteilung von kostenlosen Medikamenten, die von der "action medeor" bereitgestellt wurden. Davor wurde die Frohe Botschaft von Jesus Christus verkündigt und christliche Traktate verteilt. LUTMIS finanzierte auch ein einfaches Blutdruckmessgerät für die Gemeinde. Dies ist nicht nur eine gesundheitliche Hilfe, sondern ebenfalls eine gute Möglichkeit, den Menschen von Jesus zu erzählen.

Die nachstehenden Bilder stammen von einer der letzten Aktionen.


Medikamente werden für die Verteilung sortiert.


An etwa 200 mittellose Familien wurden Medikamente verteilt.


Das Aktionsteam (Gemeindefrauen) und der Pastor (rechts).

LUTMIS will weiter die Gemeinden um Pastor Pelobello und Pastor Zaldy Marron im Gebet und auch finanziell unterstützen.